Studien zur Geschichte der Stadt Göttingen

  1. "Ein jeder darf sich gleichen Rechts erfreun ..." die Geschichte der katholischen Kirche in Göttingen 1746 - 1990 / Sabine Wehking. - Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, 1992. - 186 S. - ISBN 3-525-85418-8. - 19,90 EUR

    Erhältlich beim Stadtarchiv

Zum Vergrößern bitte hier klicken
Band vorher

nächster Band


VorwortIII
VorbemerkungenV
Universitätsgründung und katholisches Glaubensexerzitium1
Die katholische "Gemeinde" in den ersten Jahren ihres Bestehens9
Pfarrer und Gemeindevertretung17
Der Kauf eines Grundstücks und die Errichtung des Bethauses22
Die Einweihung der Kirche31
Von der Missionsstation zur Pfarrei 1789 - 182534
Die Situation der Missionsstation im Königreich Westfalen38
Die Erhebung der Missionsstation zur Pfarrei42
Die Pfarrei St. Michael im Königreich Hannover 1825 - 186652
Die Frage der gemischt-konfessionellen Ehen53
Die katholische Schule56
Die "Ära Vollmer"58
Die Affäre Vollmer contra Engelhardt59
Die Einrichtung des katholischen Friedhofs vor dem Weender Tor68
Die Niederlassung der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul72
Die Pfarrei St. Michael 1866 - 192977
Die Auswirkungen des Kulturkampfes78
Die Situation der katholischen Gemeinde um die Jahrhundertwende84
Der personelle und institutionelle Ausbau der katholischen Kirche nach der Jahrhundertwende102
Die Seelsorge für katholische Kriegsgefangene im 1. Weltkrieg108
Der Bau einer zweiten katholischen Kirche113
Die Planung einer Akademikergedächtniskirche114
Der Bau der Kirche St. Paulus118
Die Trennung der katholischen Gemeinde in zwei Seelsorgebezirke125
Die Rückzahlung der Hollandanleihen129
Die Zeit des Nationalsozialismus136
Das Gemeindeleben unter den Bedingungen des Nationalsozialismus138
Die Aufhebung der katholischen Volksschule144
Die Seelsorge im 2. Weltkrieg149
Die Neuordnung der katholischen Kirche nach dem 2. Weltkrieg154
Flüchtlingsseelsorge154
Die Wiedererrichtung der Bekenntnisschule157
Die Neuregelung der Pfarrbezirke161
Der Schulkampf und die Entwicklung der katholischen Schule167
Die weitere Entwicklung des Gesamtverbandes der katholischen Kirche170
Zwei Gedichte, vorgetragen anläßlich besonderer Ereignisse in der katholischen Kirche176
Verzeichnis der Pfarrer179
Quellen- und Literaturverzeichnis183



Vorwort
Die Geschichte der Katholischen Kirche in Göttingen nach der Reformation war bisher ein Desiderat der Stadtgeschichte. Ihre Aufarbeitung wurde schon lange erwartet. Die Autorin des vorliegenden Bandes hat diesen Mosaikstein in einer sorgfältig recherchierten und in der Abfolge der Ereignisse und der Entwicklung anschaulich formulierten Darstellung ergänzt. Der konsequente Weg einer der Aufklärung verpflichteten Universität mußte auf Dauer zur Tolerierung anderer Konfessionen und Glaubensgemeinschaften neben der amtlichen evangelisch-lutherischen Kirche führen. Was den Reformierten schon 1736 zugestanden wurde, durften erst zehn Jahre später die Katholiken durch ein landesherrliches Reskript für sich in Anspruch nehmen. Inzwischen sind fast 250 Jahre vergangen, und aus der lange Zeit einzigen St. Michael-Gemeinde sind weitere Pfarreien erwachsen, zu denen heute etwa 23 000 Gemeindemitglieder zählen. Die "geduldete Gemeinde" ist längst ein Partner im ökumenischen Sinn geworden, und auch die Stadt kann die Katholische Kirche in der Mitverantwortung für Kindergärten, Schulen, Sozialarbeit, Alten- und Krankenpflege nicht mehr missen.

Die Stadt Göttingen ist gern dem Wunsch des Gesamtverbandes der Katholischen Kirche Göttingen nachgekommen, die Arbeit in die Reihe "Studien zur Geschichte der Stadt Göttingen" aufzunehmen. Historische Darstellungen anderer in Göttingen wirkender Konfessionen und Glaubensgemeinschaften wären zu den bisher erschienenen Beiträgen eine wichtige Ergänzung.

Helga-Maria Kühn




Vorbemerkungen
Die Idee, eine Geschichte der katholischen Kirche in Göttingen von ihrer Neubegründung nach der Reformation bis heute zu schreiben, entstand im Rahmen der Vorbereitungen für das 200jährige Baujubiläum von St. Michael 1989. Die für diesen Anlaß geplante Jubiläumschronik der Gemeinde St. Michael blieb ungeschrieben. An ihre Stelle trat eine Geschichte aller heute in Göttingen bestehenden katholischen Kirchengemeinden, die hiermit vorgelegt wird. Dem Gesamtverband der katholischen Kirchen Göttingens, insbesondere dem damaligen Dechanten Prälat Dr. Nikolaus Wyrwoll und dem Pfarrer von St. Michael, Heribert Graab S.J., gilt mein Dank dafür, daß sie mir völlige Freiheit gaben, meine Ideen zu verwirklichen und mir dabei jederzeit ihre Unterstützung gewährt haben - sowohl was die inhaltliche Seite der Arbeit angeht als auch was die Aufbringung der finanziellen Mittel betrifft.

Dem Bistum Hildesheim sei gedankt, daß es die nötigen Mittel bereitstellte, um meine Tätigkeit länger als zunächst geplant zu finanzieren, und mir damit die Möglichkeit gab, ohne allzu starken Zeitdruck die großen Aktenmengen zu bewältigen, die es durchzusehen galt. Neben den Akten in den kircheneigenen Archiven in Göttingen waren es diejenigen im Diözesanarchiv Hildesheim, dessen Direktor Herrn Wilfried Meyer und dessen Archivar Herrn Dr. Friedrich Eymelt ich für ihre Unterstützung und freundliche Ermunterung in meinem Vorhaben danke ebenso wie Herrn Klaus Heimann, Kirchenbuchamt Hildesheim, und Herrn Pfarrer Peter Pollmann, Arbeitsstelle für Pfarrarchivpflege Hildesheim.

Den Damen und Herren des Archivs der Propagandakongregation in Rom, des Hauptstaatsarchivs in Hannover, des Kirchenkreisarchivs und des Stadtarchivs in Göttingen sei für ihre freundliche Betreuung Dank gesagt. Besonders gilt mein Dank Frau Dr. Helga-Maria Kühn für ihre Hilfe und die Bereitschaft, die vorliegende Arbeit in die Reihe der "Studien zur Geschichte der Stadt Göttingen" aufzunehmen.
Das Bistum Hildesheim und der Gesamtverband der Katholischen Kirche Göttingen haben diese Veröffentlichung durch die Bereitstellung der für den Druck notwendigen finanziellen Mittel erst möglich gemacht.

All denen, die mir in Gesprächen, durch Hinweise und durch Kritik geholfen haben, sei besonders herzlich gedankt. Vor allem gilt dies für Dr. Jens-Uwe Brinkmann, Städtisches Museum Göttingen, dessen Diskussions- und Hilfsbereitschaft mir die Lösung mancher Probleme erleichtert hat.
Ihm wie auch Dr. Christine Wulf möchte ich für ihre Beteiligung beim Lesen der Korrekturen danken, dem Verlag und der Druckerei für eine reibungslose Zusammenarbeit bei der Drucklegung.

Sabine Wehking


Impressum